Wissensbilanz
Eine Wissensbilanz macht das immaterielle Wissenskapital eines Unternehmens sichtbar und bewertbar – ähnlich wie eine Finanzbilanz das Kapital.
Definition
Die Wissensbilanz (Intellectual Capital Report) ist ein Instrument, um das intellektuelle Kapital einer Organisation strukturiert zu erfassen und zu bewerten. Sie betrachtet typischerweise Humankapital (Wissen und Fähigkeiten der Mitarbeiter), Strukturkapital (Prozesse, Dokumentation, IT) und Beziehungskapital (Kunden, Partner, Netzwerke). Ziel ist, das oft unsichtbare Wissensvermögen sichtbar zu machen und gezielt zu entwickeln. Für den Mittelstand ist sie ein strategisches Pendant zum operativen Wissens-Audit.
Beispiele aus der Praxis
Ein Unternehmen erhebt, welcher Anteil seines Werts in nicht dokumentiertem Wissen liegt.
Bei einer Unternehmensbewertung wird das Wissenskapital als Faktor berücksichtigt.
Verwandte Begriffe
Wissens-Audit
Ein Wissens-Audit ist eine systematische Bestandsaufnahme: Welches kritische Wissen liegt wo, und wo bestehen Abhängigkeiten oder Lücken?
Wissensmanagement
Wissensmanagement ist der systematische Umgang mit dem Wissen einer Organisation – es zu erfassen, zu strukturieren, zu teilen und verfügbar zu halten.
Explizites Wissen
Explizites Wissen ist dokumentiertes, klar formuliertes Wissen, das sich leicht weitergeben lässt – etwa in Handbüchern, Wikis oder Profilen.
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